Wir sind eine individualisierende Gemeinschaftsschule, die partizipatives und eigenverantwortliches Lernen in den Mittelpunkt stellt. Dabei stärken wir die 4K, Kreativität, Kollaboration, Kommunikation und kritisches Denken, als zentrale Kompetenzen für erfolgreiches Lernen. Wir gestalten eine Lernkultur, in der die Kinder vielfältige Lernzugänge nutzen und sich auf ihren eigenen Lernwegen entfalten können.
Die Kindergärten Nideren und Seeblick bieten unseren jüngsten Kindern einen warmen, kreativen und naturnahen Einstieg ins Schulleben. Der Kindergarten Nideren ist ins Schulhaus integriert, während der Seeblick etwas ausserhalb liegt – beide mit eigenem Charakter und viel Raum zum Entdecken. Wir verbringen viel Zeit draussen, haben in beiden Kindergärten einen festen Waldmorgen und legen viel Wert auf spielerisches Lernen, Basteln und Kreativität. Durch regelmässigen Austausch und gemeinsame Aktivitäten profitieren wir voneinander und schaffen für die Kinder eine vielfältige Lernumgebung.
Die Unterstufe wird in drei parallelen, gemischten “Dreijahrgangsklassen” 1. — 3. unterrichtet — Weiss, Orange und Gelb. Die Klassen sind eigenständig unterwegs, jede Klasse hat ihre Besonderheit und ihren Stil. Wir Lehrpersonen tauschen uns regelmässig aus und auch klassendurchmischte Projekte und Lernangebote sind uns wichtig.
Die Mittelstufe wird in vier parallelen, gemischten “Dreijahrgangsklassen” 4. — 6. unterrichtet — Blau, Hellblau, Rot und Violett. Wir tauschen uns sehr regelmässig aus. Ein fixes gemeinsames, klassenübergreifendes Gefäss ist der Donnerstagnachmittag mit den Ateliers, welche von unseren Kindern vorgeschlagen und von Lehrpersonen durchgeführt werden. Da üben sich die Kinder im Backen, Werken mit Metall, Nähen von Taschen, Experimentieren oder Landart. Auch das Stufenlager, welches alle drei Jahre stattfindet, ist uns sehr wichtig.
Die Schule Trogen versteht sich als integrative, geleitete Schule mit einer verbindlichen Haltung im Umgang miteinander. Als Teil der Gemeinde ist sie ein wichtiger Ort der Identifikation für Kinder und Bevölkerung. Im pädagogischen Leitbild fassen wir die Ideen und Visionen von Kindern, Lehrpersonen, Eltern und Schulkommission zusammen. Es dient uns als Orientierung und unterstützt uns dabei, Lern- und Entwicklungsräume zu gestalten sowie das Schulprogramm gezielt weiterzuentwickeln. Die Kugel – das Symbol unserer Schule – steht für Entwicklung, Bewegung, Ganzheitlichkeit sowie für die Verbindung von Arbeit und Spiel. Sie trägt die Leitgedanken, die unser pädagogisches Handeln prägen.
Leitbild
In der Primarschule Trogen werden die Kinder in jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet. In dieser Unterrichtsform werden die Unterschiede innerhalb der Klasse als Stärke wahrgenommen und ähnlich wie in einer Familie zusammen gelernt. Durch den Wechsel der Rolle, einmal jüngstes Kind, einmal ältestes Kind erleben alle Kinder verschiedene Rollen in der Klasse. Der Unterricht findet gemeinschaftlich und zeitgleich differenziert und lernstandsorientiert statt, es zählt das eigene Können und nicht nur das Alter für gewisse Aufgaben.
Seit vielen Jahren prägt die existenzielle Pädagogik die Grundhaltung unserer Schule. Existenzielle Pädagogik stellt im Schulalltag den einzelnen Schüler mit seiner Persönlichkeit, Freiheit und Verantwortung in den Mittelpunkt. Sie begleitet Kinder und Jugendliche dabei, ihren eigenen Weg zu finden, ihre Stärken zu erkennen und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Grundlage ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Lehrkräften und Lernenden, geprägt von Respekt, Offenheit und echter Begegnung.
Die Partizipation ist ein wichtiger Baustein unserer Schule. Dies ist einerseits ein Kinderrecht, doch wir sind überzeugt, dass Beteiligung unser Zusammenleben stärkt, und dass das Mitdenken und Mitwirken unserer Kinder unsere Schule noch mehr zu einem wichtigen Lernort für unsere Schüler:innen und uns Lehrpersonen macht. Der Morgenkreis, der Klassenrat, der Niderenrat und die Vollversammlungen sind unsere festgelegten Gefässe dafür.
Der Niderenrat ist unser Schüler:innenparlament. Jede Klasse ist darin mit mindestens einem Kind vertreten. Der Niderenrat tagt eine Lektion pro Woche und thematisiert laufend das Schulklima und Themen, welche unsere Schule stärken und entwickeln können und den Kindern wichtig sind. Auch die Kinderrechte sind immer wieder ein Thema. Der Niderenrat plant und führt unsere Vollversammlungen durch.



Im Kanton Appenzell Ausserrhoden bildet der Lehrplan 21 die verbindliche Grundlage für den Bildungsauftrag und den Unterricht. Darauf aufbauend konkretisiert das Schulprogramm den Bildungs- und Erziehungsauftrag unserer Schule, legt pädagogische Schwerpunkte fest und beschreibt, wie Ziele erreicht und überprüft werden. Es hält sowohl Bewährtes als auch Entwicklungsvorhaben fest und schafft für alle Mitarbeitenden einen verbindlichen Rahmen. Die Schulkommission legt die strategischen Entwicklungsthemen fest und überprüft das Schulprogramm jährlich. Als rollendes, lebendiges Planungsinstrument verbindet das Schulprogramm Neues mit Bewährtem, schafft Orientierung und bleibt offen für Impulse aus der Praxis. So entsteht eine Schule, die sich im Wandel treu bleibt – und mit den Menschen wächst, die sie gestalten.